Über die Grenzen

weltkarte_250x136Uns allen ist bewusst:  Es wird nur bedingt helfen, Hunger und Sterben auf der Erde einzudämmen, wenn die Bundesrepublik Deutschland Spekulation mit Nahrungsmitteln verbietet.  Es ist nicht anzunehmen, dass damit dieses unmoralische Gebaren der Finanzwelt von nun auf jetzt verschwindet.

Allerdings muss irgend jemand mal anfangen, finden Sie nicht auch?  Irgend jemand muss sagen:  Schluss!  Nicht mehr!  Nicht mit uns!  Nicht in unserem Land!  Genau das versuchen wir mit unserer Petition zu erreichen.  Wir wollen endlich anfangen, etwas zu verändern.

Unsere Petition richtet sich an den Deutschen Bundestag — und der wird (und sollte!) auf die Menschen hören, die ihn eingesetzt haben:  Bürger der Bundesrepublik Deutschland. Schaut man aber auf die Liste der Unterzeichner der Petition, dann kann man Erstaunliches entdecken.  Menschen im Ausland unterstützen unsere Petition.

Es ist ein gutes Zeichen.  Ein Zeichen nicht nur, dass wir gehört werden, sondern auch ein Zeichen, dass es in anderen Ländern Menschen gibt, die dort vielleicht ebenso wie wir gegen dieses legale Unrecht vorgehen.

So gibt es Unterstützer aus:

  • Bahamas
  • Dänemark
  • Griechenland
  • Irland
  • Lettland
  • Luxemburg
  • Niederlande
  • Österreich
  • Polen
  • Schweiz
  • Spanien
  • Südafrika
  • USA

Jede Stimme ist eine Ermunterung für uns, dieses Thema unerbittlich zu verfolgen.

Danke!


Ende des Beitrags

5 Kommentare

  1. Malte

    Es ist nicht anzunehmen, dass damit dieses unmoralische Gebaren der Finanzwelt von nun auf jetzt verschwindet

    Wenn die Petition ernst genommen werden möchte, sollte sie auf Moralismus verzichten. „Mehr Moral“ einzufordern und „unmoralisches“ Verhalten anzuprangern ist nicht nur naiv, sondern auch reaktionär. Es geht nicht um moralische Fragen, sondern um politische, um Verteilungs- und Machtverhältnisse.

    • Frank J.

      Ja, das mag naiv sein, Malte. Aber „reaktionär“ — das ist nicht mehr als ein unscharfes Schlagwort.

      Es geht Deiner Meinung nach also nicht um moralische Fragen? Willst Du damit ausdrücken, dass „politische, Verteilungs- und Machtverhältnisse“ nicht auf einer Moral basieren sollten oder können? Welch ein Gedanke! Worauf sollen sie denn sonst basieren?

      Meinst Du, das die Mütter und Väter des Grundgesetzes unseres Landes die Moral ausgesperrt haben bei ihren Beratungen? Wenn moralische Aspekte in vielen politischen Entscheidungen in unserem Land nicht mehr gefunden werden können, ist es dann nicht um so mehr ein Grund, eine Moraldebatte zu führen?

      Die Petition wird — entgegen Deiner Aussage — ernst genommen. Unter anderem deshalb, weil die Menschen empört sind. Die Kommentare auf der Petitionsseite sprechen eine deutliche Sprache. Und ich behaupte: Die Menschen sind nicht empört, weil die Machtverhältnisse nicht stimmen, sondern weil die Regierung Moral hinten anstellt.

      • Malte

        Und ich behaupte: Die Menschen verhungern nicht, weil die Moral fehlt, sondern weil die Macht- und Verteilungsverhältnisse so ungleich sind. Wenn letztere gleich wären, würde diese Moralfrage irrelevant, weil dann auch unmoralische Taten (hier: Lebensmittelspekulation) keine existentielle Bedrohung für diejenigen darstellen würden, die heute darunter leiden, vor allem ja deshalb, weil sie sich Lebensmittel kaum leisten können. Andersrum ist das nicht der Fall, allein mit Moral können Missstände nicht nachhaltig behoben werden, Moralismus erinnert eher an Almosen, so wie Supermärkte ihre Lebensmittel aufgrund moralischen Drucks an die Tafel abgeben mögen, was zwar erfreulich ist, an gesellschaftlicher Armut aber nichts ändert.

  2. BukTom Bloch aka Burkhard Tomm-Bub, M.A.

    Guten Tag Herr Malte,
    da bin ich nun auch verwundert.
    Moralisch = naiv, reaktionär und „nicht ernst nehmbar“?
    Zügeln Sie sich doch bitte!
    Naiv im positiven Sinne bin ich. Und das ist gut so.
    Sie verwenden es aber in kränkender Weise, so kommt das bei mir an.
    Ihre Zuschreibung „reaktionär“ an mich weise ich scharf zurück.
    Und ob das ernst genommen wird – werden wir sehen.
    Wissen Sie – ich habe es eigentlich auch viel lieber mit der Ethik, als mit der Moral.
    Heißt: ich frage mich viel lieber was „ich soll“, statt Anderen zu sagen: „Du sollst“.
    Aber ich mache Ausnahmen.
    Zum Beispiel wenn Menschen an Hunger elend verrecken, weil Andere ohne Moral den Hals nicht voll bekommen können an möglichen Gewinnen.
    In diesem Sinne.
    Gruß
    Burkhard Tomm-Bub, M.A.
    aka
    BukTom Bloch

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