Zitate und Gedanken III

926 Millionen Menschen hungerten 2010.  Das sind 13,8 % der Weltbevölkerung und mehr als elf mal die Bevölkerung Deutschlands 2011. Quelle: Le Monde diplomatique, 2011/10

Wie kann es sein, dass mehr als ein Zehntel der Weltbevölkerung hungert?  Letztlich reduziert sich die Antwort auf eine ganz banale Aussage:  Es ist uns weitgehend egal — solange wir nicht selbst betroffen sind.

Das Drama des Hungerns und Verhungerns ist weitgehend anonym.  Diese Menschen in Not haben keine eigene Stimme und zu wenig andere setzen sich für sie ein.

Sind wir zu beschäftigt mit uns selbst, um den grundlegenden Übeln dieser Erde die notwendigen Riegel vorzuschieben?  Sind wir zu abgestumpft in unsererem ach so anstrengenden Alltag, um wenigstens Stellung zu beziehen?  Hecheln wir lieber unseren vergleichsweise lächerlichen Problemen nach, anstatt den Profiteuren in den Hintern zu treten?  Sorgen wir uns lieber um das eigene kleine Glück, anstatt den tatenlosen Politikern klar zu machen, dass es ihre Aufgabe ist, Missstände wie Spekulation mit Nahrungsmitteln abzustellen?

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