Der Mann hinten links

von | 1. April 2012

Vor zwei­ein­halb Wochen:  Die Peti­ti­on ist gera­de erst zehn Tage alt.  Ich bin in Würz­burg und soll einen Vor­trag über New York City hal­ten.  Noch zehn Minu­ten, dann geht’s los.

Ich schlend­re durch den Saal, der sich lang­sam füllt.  Ganz hin­ten links sitzt ein Mann, unse­re Bli­cke strei­fen sich kurz, ich spre­che ihn an.  Zu mei­ner Über­ra­schung kennt er mich aus einem Occu­py-Forum.  Wir plau­dern ein wenig.

In der Pau­se wer­be ich für die Peti­ti­on.  Zir­ka 50 Pro­zent der Besu­cher unter­zeich­nen spon­tan auf den mit­ge­brach­ten Sammelbögen.

Am nächs­ten Tag bekom­me ich eine eMail von dem Mann hin­ten links.  Er will Unter­schrif­ten sam­meln.  Wir schrei­ben uns ein wenig und ich mer­ke:  Er meint das ernst.

Heu­te kamen aus Würz­burg um die 100 Unter­schrif­ten her­ein.  Ich fin­de das bemer­kens­wert, es moti­viert.  So ganz falsch kann es nicht sein, was wir hier machen.

Jetzt träu­me ich natür­lich davon, dass wir mehr Men­schen fin­den, die ganz hin­ten links sit­zen.  Mal schau­en:  Sie da, ja Sie!  Sitzt jemand rechts neben Ihnen?  Nein?  Und dre­hen Sie sich bit­te mal um — auch nie­mand?  Na, dann legen Sie doch ein­fach los

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