Brotterode (Tag 4)

von | 19. Juni 2012

Die Nacht in Nüssleshof war ruhig — bis auf die hämmernden Bässe aus einem Nachbarort, die je nach Wind zu uns herüberwehten. In der Bevölkerung wird das offenbar klaglos ertragen.

Die Strecke nach Brotterode war kurz und wir gönnten uns den einen oder anderen kleinen Schlenker. Immerhin war es eine Etappe mit ein paar knackigen Anstiegen. Vier Tage mit sicher mehr als 30 km im Schnitt liessen die 15 km aber eher als Spaziergang erscheinen.

Die Wege und Pfade führten uns durch Wälder und über Wiesen. Wir trafen auf wenig Menschen. Ein urlaubendes Ehepaar aus Nordrheinwestfalen war immerhin bereit für ein Interview.

In Brotterode hatte unser Scout dann Hotelzimmer organisiert. Nach den letzten Tagen ein Luxus für uns …

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Alle Artikel zum und vom Hungermarsch

Verfolgen Sie die Planung und die Berichte von unterwegs: Die Idee zum Hungermarsch wurde im Juni 2012 geboren und zwei Wochen später umgesetzt.

Von unterwegs haben wir vorwiegend über Facebook informiert, in stillen Minuten entstanden aber auch Artikel für den Blog — hier aufbereitet in chronologischer Reihenfolge:

Zurück aus Berlin

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Wir konnten in Berlin immerhin mit sieben Abgeordneten reden, wenngleich ich den Eindruck hatte, dass Worthülsen die Szene beherrschten. Worte, keine Taten. Vertröstung, keine Empörung. Seitens der Politiker wird nicht viel passieren, so mein Eindruck.

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Reiseberichte

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Vom Hungermarsch: Es ist zu anstrengend. Ich komme nicht hinterher mit dem Schreiben. Kurznachrichten auf Facebook …

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Dehlitz (Tag 9)

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„Gordon Blööh“ in den Bäuchen, Züge, die durch die Zelte fuhren — das sind die Erinnerungen an die Nacht in Bad Kösen.

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Pressemeldung (24. Juni 2012)

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Seit zehn Tagen sind einige Aktivisten aus der Occupy-Bewegung nun unterwegs, um eine Petition gegen Spekulation mit Nahrungsmitteln nach Berlin zu tragen.

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Bad Kösen (Tag 8)

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Das Wandern ist zur eigenständigen Routine geworden, Zeit hat für mich keine grosse Bedeutung mehr. Schmerzende Füsse und das Bestreben, möglichst nicht viel länger als acht Stunden pro Tag zu gehen, sind Tribute an die Realität.

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