Deutsche Bank weiss um schädliche Folgen der Nahrungsmittelspekulation

von | 25. Februar 2013 | 0 Kommentare

food­watch lässt nicht locker.  Auf ihrer Web­sei­te berich­tet die Orga­ni­sa­ti­on über ver­trau­li­che, inter­ne Papie­re der Deut­schen Bank und der Allianz:

Ins­ge­samt sechs Papie­re aus den For­schungs­ab­tei­lun­gen von Deut­scher Bank und Alli­anz bele­gen: Ent­ge­gen öffent­li­cher Äuße­run­gen gehen die Unter­neh­men selbst davon aus, dass Spe­ku­la­ti­on mit Agrar­roh­stof­fen zu höhe­ren Nah­rungs­mit­tel­prei­sen und damit zu Hun­ger füh­ren kann. (Quel­le: foodwatch.de)

Was bis­her öffent­lich geleug­net wur­de, liest sich intern bei der DB bereits im Jahr 2008 so:

Die Preis­aus­schlä­ge an den Agrar­märk­ten wur­den durch spe­ku­la­ti­ve Fak­to­ren nicht aus­ge­löst, aber verstärkt.

Wei­ter wird ausgeführt:

Sol­che Spe­ku­la­tio­nen kön­nen für Land­wir­te und Ver­brau­cher gra­vie­ren­de Fol­gen haben und sind im Prin­zip nicht akzeptabel.

Die­se Sicht­wei­se wur­de von Geg­nern der Spe­ku­la­ti­on mit Nah­rungs­mit­teln stets ange­führt.  Dass sie auch inner­halb der DB bekannt war, ist nicht über­ra­schend — wenn man das Geschäfts- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ge­ba­ren der Bank kennt.

Was fehlt, ist die Schluss­fol­ge­rung der DB, die ver­mut­lich so aus­fal­len dürfte:

… sind im Prin­zip nicht akzep­ta­bel — was uns aller­dings solan­ge völ­lig egal ist, solan­ge wir gute Gewin­ne damit erwirt­schaf­ten.  Schliess­lich sind wir dem Wohl unse­rer Anteils­eig­ner ver­pflich­tet und nicht dem Gemeinwohl.

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